Jeannette Spiwoks beim Weltcup-Auftakt in Cancún am Start

07/11/2026

Essener Freiwasserschwimmerin vertritt Deutschland beim Saisonstart des World Aquatics Open Water Swimming World Cup 2026/27 – In Cancún (Mexiko) ist gestern die neue Saison des World Aquatics Open Water Swimming World Cup 2026/27 gestartet. Mit dabei war auch die Essener Freiwasserschwimmerin Jeannette Spiwoks. Sie vertrat Deutschland über die olympische 10-Kilometer-Distanz sowie im 3-Kilometer-Knockout-Rennen.

Neben Spiwoks ging mit Lea Boy vom SV Würzburg 05 eine weitere deutsche Athletin an den Start. In Cancún wartete ein starkes internationales Teilnehmerfeld auf die Schwimmerinnen. Zu den Favoritinnen zählte insbesondere die Australierin Moesha Johnson, die bereits 2026 die Weltcup-Gesamtwertung dominiert hatte. Ihrer Favoritenrolle wurde sie auch in Mexiko gerecht und sicherte sich den Sieg über die 10-Kilometer-Distanz.

Für Jeannette Spiwoks verlief das 10-Kilometer-Rennen allerdings nicht wie erhofft: Die Essenerin musste den Wettkampf vorzeitig abbrechen. Die Vorbereitung auf den Weltcup-Auftakt stellte die deutschen Athletinnen vor besondere Herausforderungen. Wie der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) berichtet, blieb nur wenig Zeit zur Eingewöhnung an die Bedingungen vor Ort, da die Abreise nach Mexiko erst am Mittwoch erfolgte.

Hinzu kamen anspruchsvolle äußere Bedingungen: Die hohe Wassertemperatur und der teils starke Wellengang verlangten den Schwimmerinnen zusätzlich einiges ab. Gerade im Freiwasserschwimmen sind die Anpassung an die Wassertemperatur, die Strömungsverhältnisse und den Wellengang wichtige Faktoren, die sich unmittelbar auf die Renneinteilung und die Kräfteverteilung auswirken können. Für die deutschen Athletinnen blieb somit nur wenig Zeit, sich auf die besonderen Bedingungen in Cancún einzustellen.

Für Spiwoks war der Start in Cancún ein weiterer Schritt auf dem Weg zurück in die internationale Freiwasserspitze. Im Jahr 2026 war sie nach einer längeren verletzungsbedingten Wettkampfpause auf die internationale Bühne zurückgekehrt. Beim Weltcup im portugiesischen Setúbal belegte sie am 20. Juni über die 10-Kilometer-Distanz den 20. Platz und meldete sich damit erfolgreich im internationalen Wettkampfbetrieb zurück.

Neben dem 10-Kilometer-Rennen stand für sie auch das 3-Kilometer-Knockout-Rennen auf dem Programm. Bei diesem besonderen Wettkampfformat wird die Gesamtdistanz von 3.000 Metern in drei Ausscheidungsrunden absolviert. Das Format verlangt den Schwimmerinnen neben Ausdauer vor allem taktisches Geschick und eine hohe Tempohärte ab, da sie sich in jeder Runde erneut gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen müssen.

Zunächst standen 1.500 Meter auf dem Programm. Nur die 20 schnellsten Schwimmerinnen qualifizierten sich für die nächste Runde. Über weitere 1.000 Meter wurde das Teilnehmerfeld anschließend auf die zehn schnellsten Athletinnen reduziert. Im abschließenden Rennen über 500 Meter fiel schließlich die Entscheidung um die Platzierungen.

Jeannette zeigte dabei eine starke Leistung: Im ersten Lauf über 1.500 Meter belegte sie den fünften Platz in ihrem Vorlauf und qualifizierte sich souverän für das Halbfinale. Dort erreichte sie Rang acht und sicherte sich damit den Einzug in das Finale der besten Athletinnen. Mit zwei erfolgreichen Ausscheidungsrunden unterstrich die Essenerin ihre Wettkampfstärke im internationalen Teilnehmerfeld. Im Finale machten sich dann die kurze Erholungsphase zwischen den Läufen sowie die herausfordernden Bedingungen mit der hohen Wassertemperatur und dem Wellengang bemerkbar. Spiwoks schlug schließlich als Zehnte an. Mit dem Finaleinzug und Platz zehn im 3-Kilometer-Knockout-Rennen zeigte sie beim Weltcup-Auftakt in Cancún dennoch eine starke Leistung im internationalen Teilnehmerfeld.

Hut ab vor dieser Leistung, liebe Jeannette!