Kurzbahn-EM in Lublin: Bronze und zweimal Deutscher Rekord

07/12/2025

Die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer sorgten bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Lublin (2.–7. Dezember) für mehrere sportliche Höhepunkte.

Für einen fulminanten Abschluss sorgte Cedric Büssing, der bereits zuvor über zwei Strecken seine hervorragende Form unter Beweis gestellt hatte. Am letzten Wettkampftag wuchs er über sich hinaus: Auf seiner Paradedisziplin, den 400 m Lagen, arbeitete er sich von Bahn sieben aus immer weiter nach vorn, bis am Ende die Bronzemedaille in einer beeindruckenden Wahnsinnszeit von 4:03,51 Minuten feststand. Die Goldmedaille ging an den Italiener Alberto Razzetti (3:58,79) und Silber ging an Max Litchfield (4:03,25).

Auch über die Rücken- und Lagenstrecken präsentierte sich der 22-Jährige stabil und leistungsstark. Über 200 m Rücken wiederholte er im Halbfinale nahezu punktgenau seine Vorlaufzeit (1:53,82) und schwamm 1:53,93 Minuten, was ihm Rang 16 einbrachte. Über 200 m Lagen qualifizierte sich Büssing nach einer Vorlaufzeit von 1:56,23 für das Finale und steigerte sich dort auf 1:55,76 Minuten, womit er einen respektablen 13. Platz belegte.

Ebenso glänzte die 4×50-Meter-Freistilstaffel der Frauen: Julianna Dora Bocska und Nina Sandrine Jazy, gemeinsam mit Nina Holt und Angelina Köhler, stellten im Vorlauf in 1:35,69 Minuten einen neuen deutschen Rekord auf. Im packenden Finale fehlte dem Quartett anschließend nur eine Hundertstelsekunde zur Bronzemedaille. Am Ende belegte das Team den undankbaren, aber starken 4. Platz. Die Podestplätze gingen an die Niederlande (1:33,85), Italien (1:34,30) und Gastgeber Polen (1:35,75).

Ein ähnlich beeindruckendes Ergebnis zeigte die 4×50 m-Lagenstaffel der Damen. Auch hier verbesserte das Frauenquartett in den Vorläufen den bisherigen deutschen Rekord deutlich. Im Finale legten Nina Holt, Anna Elendt, Angelina Köhler und Nina Sandrine Jazy erneut eine starke Leistung hin und schlugen in 1:44,71 Minuten an — eine bemerkenswerte Zeit auf Platz fünf. Nina sprintete zu ihrer bisher schnellsten Splitzeit und stoppte die Uhr bei starken 23,80 Sekunden.

Über 100 Meter Freistil erreichte Nina in 53,66 Sekunden Rang 25, Julianna folgte in 54,06 Sekunden auf Platz 30. Ein ähnliches Bild zeigte sich im 50-Meter-Freistil-Sprint: Jazy belegte in 24,57 Sekunden erneut Rang 25, Bocska schwamm in 24,85 Sekunden abermals auf Platz 30.

Jazy kam zudem in der 4×50-Meter-Lagen-Mixed-Staffel gemeinsam mit Ole Braunschweig, Lena Ludwig und Maurice Grabowski zum Einsatz. Ihr starker Split von 24,27 Sekunden trug maßgeblich zum 12. Platz des Teams bei. Ein Nachsehen hatte leider die 4×50-Meter-Freistil-Mixedstaffel. Das deutsche Quartett mit Josha Salchow, Rafael Miroslaw, Nina Holt und Nina Jazy lag lange Zeit vielversprechend im Rennen um die hart umkämpften Finalplätze. Aufgrund eines Frühstarts beim letzten Wechsel wurde das Team jedoch nachträglich disqualifiziert – eine bittere Entscheidung, aber auch solche Rückschläge bleiben bei einer Meisterschaft nicht aus.

Die Leistungen in Lublin unterstreichen die positive Entwicklung im deutschen Schwimmsport und geben Rückenwind für die kommenden internationalen Aufgaben!