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Poul Zellmann setzt ein Glanzlicht (Pressespiegel)

Heute in der WAZ/NRZ – Lokalsport in Essen von Rolf Hantel. Freistilspezialist verbessert über 400 Meter seinen eigenen Veranstaltungsrekord. Uralt-Bestmarken der Ex-SGE-Asse Keller und Warnecke geknackt.

Alexandra Wenk von der SG Stadtwerke München und Lisa Höpink von der SG Essen (Foto: Thomas Stuckert)

Die Gästeliste der Startgemeinschaft Essen (SGE) war wieder einmal beachtlich. 800 Teilnehmer hatten sich für die drei Wettkampftage im Leistungszentrum Rüttenscheid angekündigt – volles Haus also. Und darunter waren ein gutes Dutzend Top-Athleten aus ganz Deutschland. Das ist schon eine Ansage, und selten zuvor war das sportliche Niveau bei den Essener Swim & Fun Days derart hoch wie diesmal zur 18. Auflage. Eine Jahresweltbestzeit wurde aufgestellt (siehe Bericht links) und immerhin sechs Veranstaltungsrekord wurden geknackt.

Viele positive Rückmeldungen der Aktiven
„Es hat alles planmäßig funktioniert, die Veranstaltung ist nahezu perfekt gelaufen“, atmete der Cheforganisator und SGE-Vorsitzende Bernhard Gemlau am Sonntagabend durch, während die zahlreichen Helfer bereits mit den Aufräumarbeiten beschäftigt waren. Natürlich war Gemlau zufrieden, zumal er viele positive Rückmeldungen erhalten hatte. Und die Sparkasse Essen, der neue Partner dieses Events, durfte für sich reklamieren, dass es sich in jedem Fall gelohnt hat, sich zu engagieren.
Die Top-Athleten waren aus dem vollen Training heraus zum Bundesstützpunkt nach Rüttenscheid gekommen. Ihr Fokus ist längst auf den Saisonhöhepunkt gerichtet, der im Sommer bei den Europameisterschaften in Glasgow sein wird. Im April wird die entscheidende Phase anbrechen, dann geht es darum, die EM-Norm zu knacken, um in Schottland dabei zu sein. Dass einige DSV-Athleten auf einem guten Weg dorthin sind, war in Essen nicht zu übersehen.

Alles planmäßig gelaufen
Teilweise sind die Veranstaltungsrekorde dieses Meetings schon ziemlich angestaubt, doch in diesem Jahr war angesichts der Besetzung klar, dass mehre Bestzeiten purzeln würden. Insgesamt sieben waren es am Ende. „Nur sieben“, schmunzelte Gemlau. Will sagen: Das Niveau bei den Swim & Fun Day ist ein durchaus anspruchsvolles.
Zwei dieser Uralt-Rekorde von ehemaligen deutschen Spitzenathleten sind seit dem Wochenende Vergangenheit. Sarah Köhler setzte sich über 1500 Meter Freistil an die Spitze und verdrängte die Essenerin Isabelle Härle, die mittlerweile ihre Karriere beendet hat.

Auch die ehemaligen SGS-Asse Christian Keller und Mark Warnecke sind ihre Rekorde los. Daniel Pinneker (Neckarsulm) entthronte Keller über 200m Schmetterling und verbesserte den die 15 Jahre alten Rekord auf 2:01,08 Minuten. Sein Klubkamerad Fabian Schwingenschlögel steht in Essen nun an Position eins über 50m Brust (27,80) vor Mark Warnecke (27,78).
Ein Klasseleistung zeigte Rückenschwimmer Christian Diener (Potsdamer SV), der 2016 bei den Olympischen Spielen das Finale erreicht hatte. Er sorgte für Veranstaltungsrekord Nummer vier über 200m Rücken. Er drückte seine einige Leistung aus dem Jahr 2014 von 2:00,03 auf 01:59,06 Minuten.

Zwei Siege für Gladbeckerin Jessica Steiger
Jessica Steiger (VfL Gladbeck) schlug gleich zweimal zu. Sie siegte über 100m Brust in 1:08,38 und knackte die alte Bestmarke von Caroline Ruhnau (1:08,95, SGE). Über 200m Brust gewann sie souverän in 2:27,00 Minuten. Die alte Bestmarke hatte Michelle Lambert (SG Essen) aufgestellt.
Doch die SGE stellt auch einen Rekordhalter. Poul Zellmann setzt über 400m Freistil ein Glanzlicht. . In einem packenden Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Henning Mühlleitner (Neckarsulm) behielt er die Oberhand und verbessert seinen eigenen Veranstaltungsrekord aus 2016 von 3:52,09 auf 3:51,94 Minuten. Eine klasse Leistung.