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Eine Medaille zum Abschied für Härle und Feldwehr (Pressespiegel)

Heute in der WAZ/NRZ – Lokalsport in Essen von Rolf Hantel

Isabelle Härle und Hendrik Feldwehr beenden ihre Karriere. Bei Deutscher Mannschaftsmeisterschaft gewinnen sie Silber und Bronze mit der SGE.

Die Startgemeinschaft Essen ist zufrieden, obwohl es bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) am Thurmfeld für sie nicht zu einem Titel gereicht hat. Aber den hatte die Essener Stützpunkt-Cheftrainerin Nicole Endruschat ohnehin nicht auf dem Zettel. Angesichts der Meldeliste war bereits klar, dass andere Mannschaften die Favoriten sein würden, was sich letztlich bestätigte.

DMS 1. Bundesliga 2018 – Die SG Essen-Damen und Herren:
vordere Reihe: (v.l.) Sophia Beckers, Franka Wilke, Johanna Köther, Michelle Lambert, Isabelle Härle, Jannette Spiwoks, Delaine Goll, Dorothea Brandt, Leonie Göbels, Ivana Janssen, Noa Hörster, Alice Ruhnau, Miki van Loock.
Hintere Reihe: (v.l.) Andreas Rossa, Hendrik Feldwehr, Alexander Eckervogt, Damian Wierling, Lukas Zibner, Daniel Gensorowsky, Marc Brock, Max Brose, Thomas Rueter, Max Pilger, Poul Zellmann.(Foto: Thomas Stuckert)

Aber die Essener profilierten sich nicht nur als souveräner Ausrichter, sondern zeigten auch im Wasser, dass sie nach wie vor einer stärksten Vereine in Deutschland sind. Platz zwei belegte die SGE bei den Frauen, Platz drei bei den Männern. „Damit können wir total zufrieden sein“, findet Endruschat.

SV Würzburg 05 freut sich über das Double
Das Rennen in der 1. Bundesliga endete exakt wie im Vorjahr. SV Würzburg 05 freute sich über das erneute Double. Mit 28 250 Punkten und satten 1012 Zählern Vorsprung auf die SGE (27 238) verteidigten die Frauen aus Bayern den Titel. Auf Rang drei landete SV Nikar Heidelberg (26 994).

Bei den Männer leistete der Potsdamer SV (28 652) tapfer Widerstand, doch Würzburg (28 913) hatte am Ende immerhin ein Polster von 261 Punkten. Die Männer der SGE auf Rang drei lagen 827 Punkte hinter dem alten und neuen Meister. Die Rangfolge überraschte niemanden, denn die Bayern hatten sich wie schon 2017 nur für diesen einen Wettkampf mit insgesamt elf ausländischen Athleten verstärkt – fünf bei den Frauen, sechs bei den Männern. Die Kritik der Konkurrenz an diesem Gebaren perlt aber offensichtlich am SV 05 ab, so dass sich wohl auch ein bisschen Resignation unter den Verfolgern breitmacht. Aber die Stimmung im Essener Lager konnte das trotz allem nicht trüben.

SGE-Akteure wieder über sich hinausgewachsen
„Wir haben wieder einmal gezeigt, dass unsere Athleten besonders bei Mannschaftswettkämpfen über sich hinauswachsen können“, sagt der SGE-Vorsitzende Bernhard Gemlau. „Eine Silber- und eine Bronzemedaille ist unser Wunschergebnis.“ Insbesondere Damian Wierling und Poul Zellmann glänzten. Drei der besten zehn Leistungen bei den Herren gingen auf Zellmanns Konto, zwei erzielte Wierling.

Hendrik Feldwehr, Isabelle Härle und SG Essen-Vorstand Bernhard Gemlau (Foto: Thomas Stuckert)

Für zwei Essener Spitzenathleten war die DMS der letzte sportliche Auftritt überhaupt im Hochleistungssport. Isabelle Härle und ihr Lebensgefährte Hendrik Feldwehr beenden ihre Karriere. Überraschend kommt das nicht, längst haben beide ihren Fokus auf den Beruf gerichtet. Über Facebook ließen sie wissen: „Nach jahrelangem Leistungssport möchten wir uns nun offiziell verabschieden. Wir hatten das große Glück an vielen internationalen und nationalen Wettkämpfen teilzunehmen, tolle Menschen kennen zu lernen, Freundschaften zu knüpfen und Erfolge zu feiern. Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns dies ermöglicht und uns täglich unterstützt haben.“

Alles auf die EM in Glasgow ausgerichtet
Mit der DMS endet auch die Wettkampfphase auf der Kurzbahn. Alles ist auf die EM im August in Glasgow ausgerichtet. Das ist noch lange hin, zumindest wenn man Kalenderblätter zählt. Doch für die Top-Schwimmer der Startgemeinschaft Essen sind die nächsten Wochen bereits entscheidend. Bis April haben Poul Zellmann, Max Pilger und Lisa Höpink die Chance, die geforderten EM-Normen zu erfüllen. Damian Wierling dagegen kann die nächsten Wochen schon etwas entspannter angehen. Er hat vor Kurzem beim einem internationalen Meeting in Luxemburg die magische Marke über 50 m Freistil geknackt.
Quelle: https://www.waz.de/sport/lokalsport/essen/eine-medaille-zum-abschied-fuer-haerle-und-feldwehr-id213345639.html