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Auf der Suche nach der Bestform (Pressespiegel)

Heute in der WAZ/NRZ – Lokalsport in Essen und auf www.waz.de

von Thomas Lelgemann

Budapest. SGE-Asse Poul Zellmann und Damian Wierling scheiden über 400 Meter Freistil und 50 Meter Schmetterling klar im Vorlauf aus.
Damian Wierling versuchte sich erst gar nicht in der Disziplin Schönreden, die ohnehin nicht zum offiziellen Sportprogramm zählt, aber von vielen Athleten betrieben wird. „Nein, ich bin nicht zufrieden mit meiner Vorstellung”, sagte der Schwimmer von der Startgemeinschaft Essen und wischte sich noch einmal die letzten Tropfen aus dem Gesicht. Die Startgemeinschaft hatte mit Wierling und Poul Zellmann die Hälfte des deutschen Teams gestellt, das zum Auftakt der Beckenwettbewerbe bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Budapest an den Start gegangen war. Aber wie Wierling fand auch sein Teamkollege Zellmann in der ungarischen Hauptstadt nicht zu seiner Bestform.

Wierling schlug über 50 Meter Schmetterling in 24,09 Sekunden an. Platz 28, weit entfernt von der Qualifikation für das Halbfinale der besten 16. In Berlin war er mit 23,84 Sekunden noch deutlich schneller gewesen.

Für den 21-Jährigen war der Einsatz über 50 Meter Schmetterling ohnehin nur als Reinschnuppern für die wichtigeren WM-Aufgaben über 50 und 100 Meter Freistil sowie in den Staffeln gedacht. „Aber über die Zeit bin ich nicht glücklich”, sagt Wierling. „Ich habe heute Morgen ein paar Sachen mitgenommen, die ich demnächst besser machen werde.” So hat er das Startkommando nicht richtig gehört. Seinen Start hat er deswegen auch nicht bereut. Für ihn ist wichtig, aus Fehlern zu lernen. Angst, dass es nach dem nicht so guten Auftakt auch bei seinen nächsten Starts nicht optimal klappen wird, hat Wierling nicht: „Nein. Ich mache mir keine Sorgen. Ich fühle mich im Training gut. Es passt alles.” Sein nächster Einsatz: am Mittwoch über 100 Meter Freistil. Auf dieser Strecke rechnet sich der Essener am meisten aus und möchte dann ins Halbfinale schwimmen.

Halbfinale ist das Ziel über 100 Meter

Sein Essener Klubkollege Poul Zellmann steht bereits am Montag wieder auf der Startbrücke. Ab 9.30 Uhr werden dann in der 12 500-Zuschauer-Arena in Budapest die Vorläufe über 200 Meter Freistil ausgetragen. Über 400 Meter Freistil landete Zellmann am Sonntag in 3:50,88 Minuten auf Platz 20. Nur die besten Acht erreichten das Finale. Vor fünf Wochen hatte sich Zellmann bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin den Meistertitel und das Ticket zu den Weltmeisterschaften in einer wesentlich besseren Zeit, nämlich 3:47,49 Minuten, gesichert.

Schon nach 200 Metern hatte der Essener seine Chance auf eine ähnlich gute Leistung vertan, weil er nach der Hälfte des Rennens zwei Sekunden schlechter war als in Berlin. „Ich bin leider zu langsam angegangen”, sagte Zellmann. „Ich habe mich von meinen Gegnern neben mir einlullen lassen.”

Bundestrainer Lambertz war nicht unzufrieden

Bundestrainer Henning Lambertz war gar nicht so unzufrieden mit der WM-Premiere von Poul Zellmann. „Poul ist auf der zweiten Hälfte ein engagiertes Rennen geschwommen”, sagte der frühere SGE-Trainer. „Auf der ersten Hälfte hat er sich zu sehr am Holländer neben sich orientiert. Der ist nämlich normalerweise einen Ticken schneller als er. Aber Poul hat hier gelernt, dass man ein Rennen nicht über den Nebenmann beobachten darf. Beim nächsten Mal wird er es schon besser machen.” Am Montag hat er bereits die Gelegenheit dazu.

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